Idee

2019 ist ein weiteres Jahr, in dem sich die Europäische Union und Deutschland von der ganz schlechten Seite zeigen. Menschen werden in Länder abgeschoben, in denen ihnen Krieg, Terror, Tod oder Armut und Existenznot drohen. Jede Schiffsbesatzung, die geflüchtete Menschen aus Seenot rettet, sieht sich mit Diffamierungen und strafrechtlicher Verfolgung konfrontiert, obwohl sie das Richtige und Gute tun. Ankerzentren, Abschiebehaft, Dublinsystem. Leistungskürzungen sind weitere Schlagwörter eins Asyl-und Migrationsregimes, welches nicht den Schutz von Geflüchteten im Sinne hat, sondern Abschreckung und Ausgrenzung. Die europäische Rechtspopulist*innen und Rechtsradikale mit oder ohne Mandat bestimmen die Diskurse, säen Hass und befördern Niedertracht. Die Idee eines solidarischen Europas wird gleichzeitig entsorgt.

Aber es gibt auch noch die europäische Zivilgesellschaft, die sich hartnäckig dem Rechtsruck und der Entsolidarisierung gegenüber Geflüchteten entgegenstellt. Wir sehen da in der unermüdlichen Seenotrettung, an den anhaltenden Protesten gegen Massenlager und Abschiebungen, an den Kirchenasylen und am zähen Ringen von Ehrenamtlichen mit Behörden um jede*n Einzelne*n. All diese Menschen zeigen, dass sie mit der Grenzpolitik der Europäischen Union und Deutschlands nicht einverstanden sind und sie arbeiten daran, Europas Grenzmauern zu schleifen.

Mit dem Breaking Borders – FluchtFimFestival wagen wir den Versuch, die vielfältigen Aspekte von Fluchtmigration ins Kino zu bringen: Hoffnung, Trauer, Widerstand, Hilflosigkeit, Fremdheit, Vertrautheit und Solidarität. Die Kinofilme sollen aufklären und erschüttern, aber sie sollen vor allem auch Mut machen. Der Einsatz für Geflüchtete – gemeinsam und solidarisch – ist unerlässlich.

Mauern zu Brücken – Start Breaking Borders!